Thoraxklinik-Heidelberg
Neue Behandlungsmöglichkeit des inhomogenen Lungenemphysems
Die VENT-Studie
Endobronchial Valve for Emphysema PalliatioN Trial
Wir möchten Sie über ein neues Verfahren informieren, das u. U. auf Sie als emphysemkranken Patienten oder auf Ihre emphysemkranken Patienten anwendbar ist. Diese neue Behandlungsmöglichkeit wird derzeit weltweit an mehreren Kliniken, in Europa unter der Leitung der Thoraxklinik Heidelberg gGmbH, erforscht.
Die
VENT-Studie untersucht ein neues, minimal invasives Verfahren zur Behandlung
eines inhomogenen Lungenemphysems. Dieses von Emphasys Medical, Inc.TM (www.emphasysmedical.com)
entwickelte Verfahren umfasst das bronchoskopische Platzieren kleiner Einwegventile
in die Lunge. Das Ziel ist dabei den Luftstrom in überblähten, besonders
kranken Lungenlappen zu reduzieren, so dass die Luft aus diesen Bereichen
entweichen kann. Gesündere Lungenabschnitte können sich ausdehnen und besser
ventiliert werden.
Dieses endoskopische Verfahren bietet einige der klinischen Vorteile einer Lungenvolumen-Reduktionsoperation, ohne die mit einem derartigen invasiven Eingriff verbundenen hohen Risiken und Kosten. Die Ventile sind jederzeit von uns entfernbar, was das Verfahren im Bedarfsfall reversibel macht.
Weltweit wurden im Rahmen einer anfänglichen Pilotstudie bereits über 100 Patienten mit dem Endobronchial-Ventil (EBV) von Emphasys™ behandelt. Die gewonnenen klinischen Ergebnisse waren überzeugend genug, um weitere klinische Forschungsarbeiten in einer randomisierten prospektiven Studie zu rechtfertigen.
Voraussetzung für Ihre Teilnahme an der Studie ist jedoch, dass Sie bzw. Ihre Patienten das Rauchen aufgegeben haben. Patienten mit einem Alpha-1-Antitrypsinmangel können derzeit leider noch nicht in die Studie aufgenommen werden.
Einschlusskriterien:
Grunderkrankung: Inhomogenes Lungenemphysem
Alter: 40-75 Jahre
Lungenfunktion:
FEV1 < 45% des Soll-Wertes
TLC > 100%
RV > 100%
Blutgase:
PaO2 > 45 mmHg bei Raumluft
PaCO2 < 50 mmHg
Ausschlusskriterien:
FEV1 < 15% des Soll-Wertes
Alpha-1-Antitrypsinmangel
Frühere Lungenoperationen
Lungenrundherde
Klinisch manifeste pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH)
Bösartige Erkrankung mit einer Beeinträchtigung der 5-Jahresüberlebensrate
Sollten Sie Fragen bezüglich der Studie haben, können Sie uns direkt unter
06221-396-601 (Sekretariat PD Dr. med. F. Herth) oder
06221-396-0 (Zentrale) kontaktieren.
Möchten Sie als behandelnder Arzt uns einen eventuell geeigneten Patienten vorstellen, geben Sie uns die Patientendaten telefonisch durch oder mailen Sie uns unter: ralf.eberhardt@thoraxklinik-heidelberg.de
Dr.
med. R. Eberhardt
Oberarzt Innere Medizin-Pneumologie
Dr.
med. F. Herth
Chefarzt Innere Medizin-Pneumologie
Thoraxklinik Heidelberg gGmbh
Innere Medizin-Pneumologie
Amalienstrasse 5
69126 Heidelberg
Tel. 06221-396-601
Email. ralf.eberhardt@thoraxklink-heidelberg.de