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Messung Alpha1-Antitrypsin im Blut

Ich habe die folgenden Fragen an Frau Dr. Marion Wencker gestellt:

Es gibt verschiedene Meßmethoden um das A1AT im Blut zu bestimmen. So weit ich weiß 2, oder mittlerweile sogar 3? Welche Größen sind das? Wie sind die Normwerte? Und, ganz wichtig, wie hoch sollte der angestrebte A1-Talspiegel, bei diesen verschiedenen Meßmethoden denn sein? Darüber gibt es große Verwirrung.

Zur quantitativen Bestimmung von a1-Pi werden in Deutschland überwiegend

2 Methoden eingesetzt:

1. Nephelometrie

2. Radioimmundiffusion (RID)

Von unterschiedlichem Prinzip abgesehen, messen beide Methoden das gleiche, nämlich vorhandenes a1-Pi. Hierbei kann man allerdings gesundes nicht von dem kranken a1-Pi unterscheiden und auch aktives nicht von inaktivem. Für die Diagnose a1-Pi Mangel oder die Verlaufskontrolle der Substitutionstherapie ist dies aber auch nicht von Bedeutung.

Wichtig ist, daß die verschiedenen Methoden unterschiedliche Normalwerte haben und u.U. sogar die gleiche Methode in verschiedenen Labors zu unterschiedlichen Werten führen kann. Dies liegt daran, daß weltweit noch keine Einigung über einen gemeinsamen Standard erfolgt ist und die Hersteller weiterhin ihre eigenen Standards verkaufen.

Die angegebenen Normalwerte der verschiedenen Labors helfen aber bei der Orientierung. Angegeben werden der obere und der untere Normalwert. Der Wert, der genau zwischen diesen beiden Werten liegt, entspricht 100% der Norm (z.B. oberer Wert 200, unterer Wert 100, der Normalwert w=E4re dann 150).

Legt man die 100%, d.h den Normalwert, zu Grunde, sollte der Talspiegel bei der Substitutionstherapie (unmittelbar vor der nächsten Infusion) nicht unter 35% liegen. In diesem Beispiel wären das

150,0 = 100%

52,5 = 35%

Diese Zahlen habe ich jetzt erfunden. In der Ruhrlandklinik entsprechen die 35% des Normalwertes den viel zitierten 80 mg/dl, aber je nach Methode und Normalwerten ist dieser Wert unterschiedlich, man kann ihn aber auf die geschilderte Art leicht selber berechnen.

Es ist leider verwirrend, ich hoffe aber Ihnen hiermit gedient zu haben.

Marion Wencker

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