COPD Lungenemphysem Alpha-1-Antitrypsinmangel Lungentransplantation

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Themenübersicht

Sektion Pneumologische Prävention und Rehabilitation

Im Focus: Patientenschulung und Training

Dem epidemiologischen Trend entsprechend konzentrieren sich alle Bemühungen der pneumologischen Rehabilitation auf chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenernphysem (COPD). Wesentliche Arbeiten haben in jüngster Zeit international die Bedeutung der Trainingstherapie für die Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität dieser chronisch Kranken herausgestellt. Dagegen sind Untersuchungen zur Effizienz von Patientenschulungsmaßnahmen äußerst rar. Die Bemühungen der Sektion konzentieren sich daher besonders auf Patientenschulung und Trainingstherapie. In der differenzierten Trainingstherapie werden Ergebnisse vorgelegt, die in ihrer Gesamtheit die praktische Bedeutung dieser Maßnahmen zur Verbesserung von Lebensqualität und Leistungsfähigkeit unterstreichen. Patientenschulung und -verhaltenstraining als wesentliche therapeutische Säule gewinnen irnmer größere Bedeutung.

In Bayern gehört die Patientenschulung bei Asthma bronchiale im Rahmen einer Pilotvereinbarung zu den liquidationsfähigen Leistungen von Allgemeinärzten, Internisten, Pneumologen und Pädiatern. Um so mehr muss sich Patientenschulung prospektiv weiteren sozialepidemiologisch wichtigen Krankheitsbildern zuwenden. Wichtige Ergebnisse zur Entwicklung von Patientenschulungssystemen in klinischer Reha wie auch im ambulanten Bereich bei chronisch obstruktiver Bronchitis und COPD werden vorgestellt

Die Effizienz der Patientenschulung bei COPD unterstreicht die Fürther Arbeitsgruppe. Patientenverhaltenstraining führt hier zur Reduzierung der Exazerbationsrate, Verbesserung der Inhalationstechnik und zu sinkender Infekt-Zahl. ,,Keine Schulung ohne Nachschulung" - mit dieser Forderung gewinnt das System einer abgestimmten, verzahnten Patientenschulung zunehmend an Bedeutung. Bemühungen in der Schulung von Asthmatikern, die -außer Verminderung der Anzahl von Asthmaanfällen, geringeren Ausfallzeiten bzw. Schulfehltagen - auch eine Verbesserung von Lebensqualität und Compliance nachwiesen, führten in Deutschland zur Entwicklung eines nationalen Asthmatiker-Schulungsprogramms als gemeinsame Bemühung des Bundesverbands der Pneumologen, derAtemwegsliga und unserer Sektion.

Weitere wesentliche Säule der Therapie ist heute in der stationären wie ambulanten Reha die Trainingstherapie. Solche Konzepte umfassen gezielte Trainingsmaßnahmen wie Mehrstufen -/ Gehstrecken-Belastung und führen mit einfachen Systemen der Trainingssteuerung (Mehrstufentest, schnelle Rampe und 6-Minuten-Gehtest) zurVerbesserung der Ausdauer und Lebensqualität. Trainings- und sporttherapeutische Maßnahmen dienen sowohl in stationärer wie auch ambulanter Rehabilitation zur gezielten Patientenvorbereitung für weitergehende therapeutische Schritte. So kann etwa das System einer perioperativen stationären pneumologischen Reha besonders bei volumenreduzierenden Eingriffen zu einer Verbesserung von Leistungsfähigkeit und Lebensqualität führen.

Die Ergebnisse unserer Sektion belegen erneut die praktische Bedeutung und Effizienz von Patientverhaltenstraining, körperlichem Training, Sport- und Entwöhnungtherapie (bei inhalativem Rauchen), und sie weisen darauf hin, dass stationäre Therapiesysteme nur dann erfolgreich sind, wenn sie ambulant weitergeführt werden in eng abgetimmter Verzahnung zwischen Niedergelassenen und Reha-Kliniken bzw. ambulanter pneumologischer Rehabilitation -Aufgaben für die Zukunft.

Prof. Wolfgang Petro ist Sprecher der Sektion Pneumulogische Prävention und Rehabilitation,

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