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Körperliche Fitness

"First of all - no sports!" Diese Meinung von Winston Churchill kann ich für mein Leben nicht gelten lassen. Sport und Bewegung sind aus meinemjetzigen Alltag nicht mehr wegzudenken.

Wie wichtig Sport in meinem neuen Lebensabschnitt geworden ist, habe ich bereits kurz nach der Operation erfahren, als ich gemeinsam mit der Krankengyrnnastin meine ersten beschwerlichen Gehversuche unternahm. Die ersten sechs Monate waren geprägt durch intensives Muskehraining -notwendig geworden durch einen fast vollständigen Verlust aufgrund längerer Bewegungslosigkeit - und Ausdauertraining (tägliches Falrrradfahren auf dem Ergometer).

Trotz ausreichendem Muskelaufbau stellte ich bald fest, daß meine Belastungsfähigkeit noch extrem eingeschränkt war. Was tun? Statt Ergometer benutzte ich nun zunehmend mein eigenes Fahrrad für Einkäufe oder auch Ausflugsfahrten. Nach zwei Wochen Wiedererlernen (mit einem unfreiwilligen Abstieg) machte es mir zunehmend Freude, mit meiner Tochter die Natur zu erleben, wobei jeder Hügel bis heute eine große Herausforderung für mich darstellt. Doch nur Radfahren und wöchentliche Krankengymnastik reichten nicht aus, um mich wirklich fit für alle Alltagserfordernisse zu halten. Welche Möglichkeiten gibt es für jemanden mit halbem Lungenvolumen und reduzierter Muskelkraft?

Eine Alternative und gute Möglichkeit wäre für mich gewesen, öfters das nahegelegene Schwimmbad zu besuchen. Anfangs erschien mir jedoch das Infektionsrisiko zu hoch, so daß ich es auf einige wenige Male beschränkte. Mittlerweile habe ich auch hier eine größere Sicherheit gewonnen, und so wird dies zunehmend eine zusätzliche Herausforderung.

Seit einem halben Jahr habe ich nun alle Möglichkeiten entdeckt, die ein Fitneßstudio so bieten kann. Hier kann ich meine Ausdauer (Rudern, Fahrradfahren) und meine Kraft (diverse Muskeltrainingsgeräte) verbessern. Dies geschah am Anfang unter Anleitung eines Sportlehrers, der meine Leistungsgrenzen berücksichtigte und ein individuelles Programm für mich erstellte. In der Regel bin ich dort nun zweimal in der Wochejeweils eine Stunde bemüht, die verschiedensten Muskelgruppen meines Körpers zu belasten und aufzubauen.

Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Meine jüngste Erfal'rung war eine hartnäckige Muskelzerrung durch Überschreiten meiner Belastungsfähigkeit. So etwas wird wahrscheinlich immer wieder einmal passieren. Hier gilt es, auf die eigenen Grenzen der Belastbarkeit zu achten und auch danach zu handeln. Dazu gehört auch das Akzeptieren einer manchmal geringeren Belastungsstufe im Vergleich zu anderen Fitneßpartnern. Dies einzugestehen, fiel mir nicht immer leicht. Heute bin ich stolz aufmeine eigene körperliche Entwicklung, die sich auch in einer verbesserten Lungenfünktion bemerkbar macht.

Dadurch angespornt, versuchte ich mich im letzten Winter erstmalig nach sieben Jahren auch wieder am Skiabfahrtslauf Uberraschenderweise waren alle dafür notwendigen Muskeln vorhanden. Auch die Technik hatte ich noch nicht verlernt. Ohne Sturz kam ich im Tal wieder an. Einziges (für mich allerdings sehr einschränkendes) Limit war in einer Höhe von 3000 m doch meine reduzierte Lungen-leistung, die ein längeres Fahren unmöglich machte. Doch im nächsten Jahr möchte ich es erneut versuchen, einfach ,,ein paar Meter" tiefer.

Es wird mich sicherlich immer wieder Energie kosten, mich sportlich zu betätigen. Doch der Gewinn überwiegt bei weitem, so daß ich langsam beginne, an allem sogar Spaß zu haben.

Daher heißt mein Motto: ,,First of all - sports forme!"

 

10-tägiges Lauftraining bei COPD-Vergleich zweier Methoden

D. Kirsten, Chr.Taube, R. Jörres, H. Magnussen Krankenhaus Großhansdorf, Zentrum Für Pneumonologie und Thoraxchirurgie der LVA Hamburg

Einleitung:
Ziel dieser Studie war der Vergleich des körperlichen Trainings auf dem Laufband gegenüber freiem Gehen in der Halle bei Patienten mit COPD im Rahmen der Frührehabilitation.

Methode:
17 stationär behandelte Patienten mit exazerbierter schwerer COPD wurden nach Überwindung der Akutphase in zwei Gruppen aufgeteilt. An 10 aufeinanderfolgenden Tagen absolvierte Gruppe A (n=1l FEV1 33 +/-8% pred.) einen 6-min Laufbandtest, während die Gruppe B (n=6, FEV1 30+/13% pred.) einen 6 min-Gehtest in der Turnhalle durchführte. Beide Gruppen absolvierten zusätz-lich 5 Laufeinheiten mit 75% der erreichten 6-min-Gehstrecke des jeweiligen Tages.

Ergebnisse:
Die 6-min Gehstrecke der Laufbandgruppe steigerte sich von 177m auf 385m (p<0,001) vs 182m auf 310m (p<0,001) der Gruppe B. Ein signifikanter Zugewinn zwischen den Tagen 5 und 10 (p<0,01) erfolgte nur in der Laufbandgruppe.

Schlußfolgerung:
Beide Trainingsarten führen zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Laufbandtraining hat gegenüber reiner Laufbelastung eine größere Effektivität.

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